Sönke Brandschwert (Künstlername), 1965 in Sinsheim geboren, arbeitet seit vielen Jahren in allen Bereichen der modernen Technologie, hauptsächlich für renommierte Telekommunikationsunternehmen.

Seine Hobbys sind die Fotografie und das Reisen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk auf Afrika. Erfahrungen, die er bei einer selbstorganisierten, nichtgeführten (Foto-) Safari durch die Wildnis Botswanas erlangte, verarbeitete er in seinem Roman "Netzinfarkt".

Sönke Brandschwert

Vorwort des Autoren zu "Netzinfarkt"

Die Idee zu "Netzinfarkt" kam mir am Arbeitsplatz, als sich alle Computerbenutzer wieder einmal von einem Virus bedroht fühlten. 
Ich überlegte, was ich tun würde, wenn ich großen Schaden anrichten wollte. Da ich die Welt der Computer und Netzwerke bis in die letzten Winkel kenne, fielen mir umgehend zahlreiche Möglichkeiten ein - und ich erschrak. Ich erschrak darüber, wie leicht es einem Fachmann fallen würde, mit Hilfe der modernen Technik eine Firma ins Chaos zu stürzen.
Ich spann den Gedanken weiter, verließ im Geiste die Grenzen einer Firma und weitete meinen fiktiven Anschlag aus. Am Ende passte ich mich sogar der allgemeinen Globalisierung an und ließ meine Attacken über die Landesgrenzen hinwegschwappen. Als mir klar wurde, wie gefährdet unsere gesamte Wirtschaft ist, ohne dass jemand dieser Gefahr  wirklich Beachtung schenkt, beschlich mich ein ungutes Gefühl.
Ich nahm dieses Thema und baute es in eine packende, spannende Story, die auch dem Laien nicht langweilig wird und sich wie eine "leichte Lektüre" lesen lässt.

Es sei gesagt, dass die dargestellten Aktionen in die Realität übertragen werden könnten. Sicher, es wäre aus der Sicht von Terroristen sehr aufwändig, diesen terroristischen Akt abzubilden, aber nicht minder aufwändig ist es, Menschen zu solch guten Piloten auszubilden, dass sie eine Linienmaschine in ein Hochhaus fliegen können...

Weder die Personen noch die Unternehmen in meinem Roman existieren real - von wenigen Telekommunikationsfirmen einmal abgesehen. Auch das Betriebssystem "Frames" habe ich erfunden. Ob sich der Leser gedanklich MS Windows, OS/2, X-Windows oder etwas anderes dabei vorstellt, bleibt ihm überlassen und spielt letztendlich keine Rolle. Für alle erfundenen Unternehmen gibt es in der Wirklichkeit zahlreiche Equivalente, die als Ansatzpunkte für die geschilderten Terrorakte in Frage kämen. Allen diesen Unternehmen sei meine Hochachtung für ihre Leistungen und ihre Produkte versichert. "Netzinfarkt" soll nicht als Angriff auf sie gewertet werden, wohl aber zum Nachdenken anregen.


*** NEWS ***

Im November 2006 erschien Brandschwerts zweiter Roman "Hals in der Schlinge".

Im November 2005 gewann Sönke Brandschwert die Silberne Pistole beim Wiesbadener Kurzkrimipreis (ausgerichtet von Buch Habel). Sein Kurzkrimi "Eine angemessene Zahl von Gästen" ist in der Anthologie "Mörderisches Wiesbaden 4" (Hrsg. Regina Voit, Societätsverlag Frankfurt) erschienen.